Magenband

Das Magenband besteht aus einem Silikonring, der dicht unterhalb des Mageneinganges  um den Magen geschlungen und verschlossen wird. Die Innenseite des Silikonringes (Magenband) trägt einen zirkulären Ballon, der über einen Katheter mit einer in die Bauchdecke  eingebauten Füllkammer (Port) verbunden ist. Über die Punktion dieser Kammer kann der Ballon gefüllt oder entleert und damit der Innendurchmesser  des Bandes eingeengt oder erweitert werden. Auf diese Weise lässt sich regulieren, wieviel Speisebrei durch das Band in den Magen gelangen kann.

Die Bandimplantation stellt das technisch einfachste und sicherste Verfahren dar, zeigt aber im Langzeitverlauf (3 – 10 Jahre) trotz eindrucksvoller Einzelerfolge eine Versagerrate von 30 – 60%. Gründe für ein Versagen des Magenbandes sind folgende: unzureichende Gewichtsreduktion, erneute Gewichtszunahme durch geändertes Essverhalten, Erweiterung der Speiseröhre, Entzündung der Speiseröhre (durch zu langes Verweilen der Nahrung in der Speiseröhre),  Bronchitis durch Überlauf von Speisebrei in die Luftröhre, Durchschlüpfen des Magens durch das Band bei häufigem Erbrechen (Slippage),  Penetration des Bandes in den Magen.

Das MagenbandPatienten mit Band benötigen in der Regel  keine speziellen Medikamente oder Vitamine nach dem Eingriff. Eine nicht nachlassende Eigenmotivation, Selbstdisziplin und  sportliche Aktivitäten, die bei vielen Betroffenen auf Dauer nicht angetroffen werden, sind aber erforderlich. Nach bisherigem Kenntnisstand scheinen junge Frauen mit einem BMI um 40 am besten zu profitieren.