Darmkrebs
Was ist ein Darmkrebs?
Als Darmkrebs wird eine bösartige Wucherung der Darmschleimhaut bezeichnet. Ganz überwiegend betriffi diese Erkrankung den Dick (Kolon)- und Mastdarm (Rektum).
Wie entsteht ein Darmkrebs?
Der genaue Mechanismus ist auch für diese Krebserkrankung nicht bekannt. Eine gewisse Bedeutung hat sicherlich die Ernährung, familiäre (genetische) Faktoren spielen in einigen Fällen ebenfalls eine Rolle. Fast alle Dickdarmkrebse entwickeln sich aus anfänglich gutartigen Schleimhautwucherungen (Polypen).
Wie macht sich ein Darmkrebs bemerkbar?
Das Tückische der Darmkrebserkrankung ist, dass über sehr lange Zeit keinerlei Beschwerden bestehen. Erst fortgeschrittene Darmkrebse können zu sichtbaren Blutbeimengungen im Stuhl, Passagestörungen und zum Darmverschluss führen. Nicht sichtbare Blutbeimengungen im Stuhl können mit einer Stuhluntersuchung auf Blut entdeckt werden. Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist als Vorsorgeuntersuchung eine sinnvolle Maßnahme, um frühe Stadien des Darmkrebses zu entdecken.
Wie behandelt man Darmkrebs?
Weiterhin gilt, dass der Darmkrebs nur durch eine Operation mit Aussicht auf Heilung behandelt werden kann. Laser- oder Vereisungsbehandlung können nur das Darmrohr offen halten, aber nicht den Darmkrebs beseitigen. Bestrahlung und Chemotherapie kommen bei operativ nicht mehr zu behandelnden Darmkrebsen zur Anwendung, eventuell auch nach einer Operation und in bestimmten Stadien des Mastdarmkrebses vor einer Operation.
Wie operieren wir den Darmkrebs?
Für die Operation des Darmkrebses bestehen weltweit standardisierte Operationsverfahren. Nach dem Sitz des Darmkrebses sind definierte Abschnitte des Darmes mit dem entsprechenden Lymphabflussgebiet zu entfernen. Trotz des einheitlichen Vorgehens ergeben sich in gleichen Krankheitsstadien unterschiedliche Behandlungsergebnisse, die durch die operative Sorgfalt und Erfahrung des Chirurgen zu erklären sind. Wir operieren inzwischen mehr als 50% der Patienten mit Darmkrebs minimal invasiv. Gleichgültig, ob der Darmkrebs laparoskopisch oder offen operiert wird, werden die onkologischen Richtlinien exakt eingehalten.
Welche persönliche Erfahrung besteht in der Chirurgie des Darmkrebses?
Erste laparoskopische Dickdarmoperationen schon 1991. Persönlich> 700 Operationen wegen gut- und bösartiger Darmerkrankungen, davon etwa 300 minimal invasiv. Teilnahme an der deutschen Studie zur laparoskopischen Dickdarmchirurgie und der Studie zur Qualitätssicherung Dickdarm- und Mastdarmkrebs. Komplikationen und Sterblichkeit nach persönlichen Eingriffen im unteren Bereich der Studienvergleichswerte.





